(K)eine Zukunft für die Arbeit
Die Hoffnungen und Ängste, die mit der Rationalisierung von Arbeit einhergehen, sind so alt wie die Geschichte des Kapitalismus selbst. Heute ist vor allem die Angst um die Zukunft der Arbeit mit aller Macht auf die Bildfläche zurückgekehrt. Ob Digitalisierung, Automatisierung, Grenzen des Wachstums – oder jetzt auch noch die Corona-Pandemie: Man könnte meinen, unsere Arbeitsgesellschaft ist multiplen Krisen ausgesetzt und hängt am seidenen Faden.
Doch wird die Wucht der Veränderung durch die Digitalisierung nicht maßlos überschätzt? Wie ungebunden und raumlos ist Arbeit wirklich? Geht uns die Arbeit tatsächlich verloren, oder ändert sie sich einfach nur? Kann der Staat die Zukunft der Arbeit nicht vielleicht doch mehr gestalten und garantieren als gemeinhin angenommen? Und zeigt uns die Corona-Krise nicht gerade, wie wichtig Arbeit genau dort ist, wo sie schlecht bezahlt wird? Mit anderen Worten: Ist und bleibt Arbeit nicht auch in Zukunft systemrelevant?
Inhaltsverzeichnis
- Der Neoliberalismus ist tot! – Wirklich?
von Paul Steinhardt - Die erste Revolution, die ausgerufen wurde
von Stefan Sauer - Wie den Ökonomen die Arbeit abhanden kam
von Hartmut Reiners - Die Entlohnung von Arbeit und Kapital im ökonomischen Mainstream
von Günther Grunert - Arbeitsmigration als „Quelle des Wohlstands“?
von Hannes Hofbauer - Großbritannien als Jobfabrik Europas?
von Sabine Beppler-Stahl - „Diese Krise wird Grundsatzfragen zurückbringen“
Interview mit Nils Heisterhagen - Was von der Arbeit bleibt
von Rainer Fischbach - Selbst sollen Sie sein!
von Dorian Hannig - Die räumliche Dimension der Arbeit
von Werner Vontobel - Risiko Plattformarbeit
von Alexander Leipold - Die Drecksarbeit der Zukunft
von Roberto De Lapuente - Drei Wege zur Forderung einer Jobgarantie
von Dirk Ehnts und Maurice Höfgen - Überwindung des Kapitalismus ohne Überwindung des Globalismus?
von Thomas Fazi - Unterstützung in der Corona-Krise: Warum kein bedingungsloses Grund- einkommen?
von Friederike Spiecker - Der Lohn und die Produktivität
Interview mit Prof. Dr. Gabriel Sinnfeld